Es ist Dienstagmorgen, 9 Uhr. Wir sitzen wie jede Woche im Team zusammen und besprechen alles was anfällt, was uns beschäftigt, stellen Fragen und tauschen uns aus. Manchmal hat eine*r von uns Teilchen oder Brötchen mitgebracht- damit lässt es sich leichter brainstormen. Auch heute sitzen wir wieder zusammen. Leider gibt es heute keine Brötchen. Und auch keine Teilchen. Dabei könnte ich gerade heute welche gebrauchen. Nervennahrung. Ich habe die ganze Zeit das Gefühl dass ich irgendetwas vergessen habe und das macht mich ein wenig nervös. Vor mir liegt eine „To-Do Liste“: „Falafel bestellt?- Bierzeltgarnitur und Carport verfügbar?- Wer holt die Hüpfburg?- Kuchen bestellen-Geschirr besorgen- Einladungen verschickt?- Wer kümmert sich um die Blumen?“ Das sind nur einige Punkte der Liste die vor mir auf dem Tisch liegt. Hoffentlich fehlt nichts. Und hoffentlich, falls doch etwas fehlt, hat eine*r meiner Kolleg*innen daran gedacht.
Normalerweise fühle ich mich bei unseren wöchentlichen Teammeetings nicht gestresst. Ich mag diesen Dienstagmorgen in unserem Büro am Fischbacherberg. Er ist zu einem wichtigen Termin meiner Woche geworden. Es ist schön, wenn wir alle vier zusammen sitzen und über  Teilnehmer*innen, anstehenden Termine und notwendige Besorgungen der Woche sprechen. Ich mag diesen Termin auch deswegen, weil wir so konstruktiv zusammenarbeiten können. Jede*r kann etwas was die anderen nicht so gut können, und oft kommt es vor, dass wir mit nur groben Vorstellungen oder einer diffusen Idee in die Besprechung starten und nach zwei Stunden ein fertiges Konzept erarbeitet haben. So macht Teamarbeit Spaß!
Zu wissen, dass wir als Team so gut funktionieren ist im Moment besonders hilfreich, denn nächste Woche eröffnen wir unser Café, und dafür ist noch einiges zu erledigen. Anfang des Jahres war es unser Ziel, einen Ort der Begegnung für die Menschen auf dem Fischbacherberg schaffen. Wir wünschen uns, dass hier Menschen zusammen kommen, sich kennen lernen sowie von und miteinander lernen. Seit Januar sind wir dabei unser Konzept zu entwickeln und an der Verwirklichung zu arbeiten. Wir haben Möbel bestellt, Schulungskonzepte geschrieben, eine Theke aus massivem Holz entworfen, Gruppenangebote konzipiert, Honorarkräfte gesucht, eine Homepage in Auftrag gegeben, Einladungen entworfen und verschickt, Plakate mit unseren Angeboten gedruckt sowie vieles mehr.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen an dem wir unseren Kolleg*innen, Kooperationspartner*innen und Klient*innen unser Konzept und das was bisher daraus geworden ist, präsentieren dürfen. Ich bin wirklich gespannt wie unsere Eröffnung sein wird, ob alles glatt läuft und ob wir mit unseren Ideen die Bedürfnisse der Menschen wirklich richtig erfassen konnten. Ich freue mich darauf, künftig vielen Menschen zu begegnen, von Ihnen zu lernen und immer wieder neue Ideen zu bekommen, die wir dann gemeinsam als Team realisieren können.
Ich glaub, ich fahr mal eben los und besorg doch noch ein paar Teilchen fürs Team.

Von Sabrina Büdenbender